Kein Schottland? Kein Problem. Deutsche Destillerien 2020

2020. Das Jahr, in dem nichts nach Plan lief. Schottland? Ging nicht. Aber aufhören war keine Option. Also machten wir das Beste daraus und entdeckten etwas Überraschendes: Deutschland hat eine Whisky-Szene. Und sie ist besser als ihr Ruf.

Dies ist unsere zweite Special Edition – nach Dublin 2015. Kein Scotch Whisky (ohne e), sondern deutscher Whisky (ebenfalls ohne e, wie der schottische Cousin).

Nine Springs Distillery – Thüringen

Unser erster Stopp: Nine Springs Distillery in Arnstadt, Thüringen. Der Name bezieht sich auf die neun Quellen in der Region. Was hier produziert wird, hat uns ehrlich überrascht: handwerklicher Single Malt mit eigenständigem Charakter. Kein Schottland-Imitat, sondern etwas Eigenes.

Eschenbrenner Whisky – Berlin

Eschenbrenner Whisky aus Berlin zeigt, dass Whisky auch in einer Großstadt entstehen kann. Kleine Chargen, experimentelle Ansätze, urbaner Spirit. Berlin und Whisky – auf den ersten Blick ungewöhnlich, auf den zweiten völlig logisch.

Stork Club Whisky – Spreewald

Stork Club im Spreewald (Brandenburg) produziert Rye Whisky – also Roggenwhisky. Der Spreewald ist bekannt für Gurken, nicht für Whisky, aber genau das macht den Reiz aus. Regionaler Roggen, lokale Produktion, und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Salzatal-Whisky – Sachsen-Anhalt

Salzatal-Whisky aus Langenbogen bei Halle: Eine kleine Destillerie, die mit Hingabe produziert. Weit weg vom Mainstream, aber mit viel Herz und überraschendem Ergebnis.

Zeitzer Whisky Manufaktur

Die Zeitzer Whisky Manufaktur in Zeitz, ebenfalls Sachsen-Anhalt: Handgemachter deutscher Whisky in kleinstem Maßstab. Jede Flasche ein Einzelstück.

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Deutscher Whisky – was man wissen sollte

Praktische Tipps

„2020 hat uns gezeigt: Guter Whisky braucht keine schottischen Highlands. Manchmal reicht der Spreewald.“